Wien - Außenministerin Ursula Plassnik (ÖVP) hat im Zusammenhang mit den Entführungen von Österreichern an die Medien appelliert, "nicht mit Sensationslust" an diese Themen heranzugehen. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag nahm Plassnik zu der Verschleppung des Oberösterreichers Bert Nussbaumer sowie der vermeintlichen Geiselnahme eines Salzburger Paares Stellung. Sie versicherte den Angehörigen, dass sich die Bundesregierung "mit aller Ernsthaftigkeit" für die Betroffenen einsetze, "so als wären sie unsere eigenen Angehörigen". Die Außenministerin unterstrich bei dieser Gelegenheit, dass sich der Krisenstab unentwegt mit diesen Angelegenheiten beschäftige. Der Krisenstab, der von Außenamts-Generalsekretär Johannes Kyrle geleitet wird, stehe in ständigem Kontakt mit den jeweiligen Familienangehörigen. Die Terror-Gruppe "Al-Kaida-Organisation im Islamischen Maghreb" hat nach eigenen Angaben die Salzburger Wolfgang Ebner und Andrea Kloiber seit dem 22. Februar in ihrer Gewalt. Sie wurden vermutlich in Tunesien oder Algerien gekidnappt. (APA)