In Linz gab es einmal einen Fernsehsender, der bedeutungsschwanger "TV6" hieß. Der beservicte sein Publikum mit Spiel- und Quizshows, Mehrwertnummern, langen Warteschleifen und Erotik-Live-Shows aus dem Linzer SEX-O-DROM.

Allerdings bescheinigte die Kommunikationsbehörde Austria 2003 der X-Gate Multimedia Broadcasting GmbH (12 S 41/05z) gestörtes Sendungsbewusstsein und kappte die Lizenz zum Senden, weil "sie am 06.10.2003 in der Zeit von 06:00 bis 08.00 Uhr unter dem Titel "Spanner TV" eine Sendung mit intensivem sexuellen Inhalt ausgestrahlt hat". Um diese Sendezeit hätte "TV6", laut KommAustria, "die körperliche, geistige oder sittliche Entwicklung von Minderjährigen beeinträchtigen können". 2005 war das Programm auch nicht mehr über Astra zu empfangen. Im selben Jahr wurde der Ausgleich (12 Sa 1/05t, beide LG Linz) angesteuert, verpasst und der Anschlusskonkurs durchgezogen. Jetzt scheint es sicher, dass die Konkursgläubiger 11,5 Prozent ihrer Forderungen bekommen können.

Q Das Familienunternehmen, Fahnen WALLNER Neunkirchner Fahnen- und Textildrucke GmbH (11 Sa 2/08t, LG Wiener Neustadt), strebt den 40-Prozent-Ausgleich an um gesundet weiter wirken zu können. ( Harry Kain , DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.3.2008)