Die börsenotierte Wiener Kapsch TrafficCom, die ein Bewerberkonsortium anführt, hat ein Angebot zur Errichtung eines elektronischen Lkw-Mautsystems in der Slowakei abgegeben. Das Satway-Konsortium, an dem Siemens Österreich beteiligt war, hat hingegen kein Angebot gelegt. Siemens habe weiter Interesse am Auftrag und werde dem Santoll-Konsortium, das ebenfalls g geboten hat, als Technologie-Lieferant zur Verfügung stehen. Dies bestätigte Siemens gegenüber der APA. Vier Bewerber sind noch im Rennen.

Dem Santoll-Konsortium gehören unter anderem der französische Autobahnbetreiber Sanef und die slowakische Ibertax an. Die Grazer Efkon ist beim Konsortium Slovakpass (Autostrade, Stalexport autostrady) mit an Bord. Außerdem bewirbt sich auch das Tosy-Konsortium (Tesla Stropkov, Elektovod Holding, Ascom, Fela, Asseco). Die Entscheidung, ob ein Satelliten-gestütztes oder ein Mikrowellen-System eingeführt werden soll, ist nach offiziellen Angaben noch nicht gefallen. Die Kosten werden auf 20 Mrd. Kronen (619 Mio. Euro) geschätzt.

Geplanter Starttermin für die elektronische Lkw-Maut ist der 1. Jänner 2009. Insgesamt sollen 2.400 km Autobahnen und Straßen in der Slowakei mautpflichtig sein. Die Vergabekommission (NDS) vergibt 60 Punkte für den Preis und 30 Punkte für die technische Ausführung des Mautsystems. Insgesamt stehen 100 Punkte zur Verfügung. Der Gewinner der Maut-Ausschreibung soll einen Vertrag über 14 Jahre bekommen, mit einer Option auf eine 5-jährige Verlängerung.(APA)