Tunesien gehört zu den beliebteren Destinationen im Mittelmeerraum und lockt wegen der vielen Sandstrände insbesondere Familien an. "Tunesien ist von Österreich in zwei Flugstunden zu erreichen, das Preis-Leistungsverhältnis passt, das Land ist attraktiv", sagte Walter Krahl, Leiter Vertrieb beim Österreichischen Verkehrsbüro (ÖVB), dem STANDARD.

Inwieweit sich die Entführung zweier Salzburger Touristen auf die Reiseentscheidung der Urlauber auswirkt, könne in einem Monat gesagt werden. Krahl: "Die Hauptbuchungszeit beginnt in der Karwoche und intensiviert sich nach Ostern. Bis jetzt gibt es keine Stornos."

Das ÖVB ist mit seinen 150 Reisebüros der größte Vermittler von Tunesien-Urlauben in Österreich. 2007 sei das Land mit 16.000 Urlaubern an der siebenten Stelle der ÖVB-Statistik gelegen - hinter Griechenland, Spanien, Türkei, Italien, Ägypten und Kroatien. Insgesamt urlaubten im Vorjahr 82.000 Österreicher in Tunesien.

Anders als nach dem Anschlag in Djerba 2002 glaubt Krahl nicht, dass der aktuelle Entführungsfall Tunesien schadet: "Das hat sich irgendwo abgespielt, wo ein klassischer Tourist nie hinkommt." (Günther Strobl/DER STANDARD, Printausgabe, 15./16.3.2008)