Martin W. kommt aus Wels. Das wurde ihm drastisch bewusst, als er heißhungrig in Wien bei einem Würstelstand landete, der überdies von einem ziemlich echten Wiener bewirtschaftet wurde. "Eigentlich wollte ich nur eine Currywurst bestellen", erinnert er sich. Daraus entspann sich folgender Dialog.

Martin: "Bitte eine Currywurst."

Wurstmann: "Wöchane Wurscht?"

M: "Eine Currywurst."

W: "Woidvierdler? Buren? Schoafe? Käsekrainer?"

M: "Äh, ah so, eine Käsekrainer, bitte."

W: "Aufschneiden? Zwa Höften? Im Gonzn?"

M: "Aufschneiden, bitte."

W: "Senf? Ketchup?"

M: "Ja."

W: "Wos? Senf? Ketchup? Beides?"

M: "Bitte Senf."

W: "Wöchan? Siaß? Schoaf?

M: "Einen süßen, bitte."

W: "Drauf oder daneben?"

M: "Äh, daneben, bitte."

W: "Schwoazbrot? Scherzl? Semmö? Soizgebäck?"

M: "Salzgebäck, bitte."

W: "Wöchans?"

M: "Ein Salzstangerl, bitte."

W: "Gurkerl? Pfeffaroni?"

M: "Nein danke."

W: "Wos zum Trinken?"

M: "Ja, ein Cola bitte."

W: "Na hearns, Sie san ma oba ka Hüf! - Dosn oder Floschn?" (Daniel Glattauer, DER STANDARD Printausgabe, 15.3.2008)