Bonn - Zum achten Mal markiert der 21. März den UNESCO-Welttag der Poesie, der diesmal dem chilenischen Lyriker und Nobelpreisträger Pablo Neruda gewidmet ist. Bei der zentralen Veranstaltung in Deutschland stellt die Literaturwerkstatt Berlin Gedichte aus aller Welt vor. Dichter aus vier Kontinenten werden in der Stiftung Brandenburger Tor am kommenden Mittwoch (19. März) eine "Weltschau der Poesie - Poesie ist Kulturgut weltweit!" präsentieren und aus ihren Werken lesen, wie die Deutsche UNESCO-Kommission am Montag in Bonn berichtete.

Die UNESCO weist der Dichtkunst auch im Zeitalter der neuen Informationstechnologien einen wichtigen Platz im kulturellen und gesellschaftlichen Leben zu. "Die Aktivitäten rund um den Welttag wie Lesungen, Ausstellungen, Rezitationen lyrischer Werke in Radio und Fernsehen verleihen einer Kunstform die Wertschätzung, die ihr zu oft verwehrt wird", erklärte der Generalsekretär der Deutschen UNESCO- Kommission, Roland Bernecker. Der Welttag sei auch eine Ermutigung für Verlage, poetische Werke besonders von jungen Dichtern zu fördern.

Schon am 18. März würdigt die UNESCO den chilenischen Lyriker Pablo Neruda (1904-1973), dem der diesjährige Welttag der Poesie gewidmet ist, mit einem Symposium, einer Fotoausstellung und einem von seinem Werk inspirierten Konzert. (APA/dpa)