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Sozial benachteiligte Studierende müssen sich künftig zumindest keine finanziellen Sorgen um ihr Studium in Graz machen.

Foto: APA/dpa/Gentsch
Eine finanzielle Erleichterung gibt es für behinderte und chronisch kranke Studierende der Uni Graz: Ab dem Studienjahr 2008/09 zahlen sie keine Studiengebühr mehr.

Ausschlaggebend ist dabei nicht der Grad der Behinderung, sondern die finanzielle Situation der Studierenden. Abgeschaut hat sich die Uni Graz dieses Verfahren von der Uni Salzburg, die Richtlinie ist vorerst auf zwei Jahre befristet.

Voraussetzungen

Eine Befreiung vom Studienbeitrag kann mittels Nachweisen am Zentrum "Integriert Studieren" beantragt werden, wenn unter anderem die folgenden zwei Gründe vorliegen: eine dauerhafte Beeinträchtigung einer Körper- oder Wahrnehmungsfunktion bzw. chronische Erkrankung oder psychische Beeinträchtigung oder eine finanzielle Bedürftigkeit, wenn die lebensnotwendigen Ausgaben, einschließlich derer, die im Zusammenhang mit der chronischen Erkrankung/Behinderung stehen, die monatlichen Einkünfte übersteigen. Voraussetzung für den Gebührenerlass ist die Absolvierung von mindestens acht Semesterstunden in den vergangenen zwei Semestern.

Ob behinderte und chronisch kranke Studierende Studiengebühren zahlen müssen, können die österreichischen Unis selbst entscheiden. Derzeit bieten neun Unis eine Befreiung an. (red/derStandard.at)