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Protestierende vor der chinesischen Botschaft im dritten Wiener Gemeindebezirk.

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Der Aktivist wird von der Polizei festgenommen

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Anlässlich der Niederschlagung tibetischer Demonstrationen in China fand am Donnerstag eine Protestaktion vor der chinesischen Botschaft in Wien statt. Nachdem der offizielle Teil der Kundgebung mit dem Absingen der tibetischen Nationalhymne beendet worden war, rannte ein Demonstrant an den überraschten Polizisten vorbei auf die Botschaft zu. Obwohl die wenigen anwesenden Beamten versuchten, die Demonstrierenden aufzuhalten, drang dann der Großteil der Protestierenden bis zum Botschaftsgebäude vor.

Einem Aktivisten gelang es, den Balkon der Botschaft im dritten Wiener Gemeindebezirk zu erklimmen, die chinesische Fahne herunterzureißen und die tibetische Flagge aufzuhängen. Er wurde von fünf Botschaftsmitarbeitern in das Gebäude gedrängt, wenig später aber freigelassen und von der österreichischen Polizei festgenommen. Als die Polizei Verstärkung erhielt, zogen sich die Demonstranten freiwillig zurück.

Aktivist soll um 14 Uhr freigelassen werden

Die Demonstranten forderten die Freilassung des festgenommenen Aktivisten und weigerten sich, die Kundgebung vorher zu verlassen. Nach längeren Verhandlungen vereinbarten Polizei und Demoleitung schließlich, dass der Aktivist nach Aufnahme seiner Personalien freigelassen und um 14 Uhr zu einem vereinbarten Treffpunkt gebracht werde.

Die Demo war von VertreterInnen von Save Tibet und in Österreich lebender ExiltibeterInnen und den Grünen organisiert worden. An der Protestaktion nehmen etwa 120 Menschen teil. (red)