Das Lächeln der Mondfee deckt die ganze Gefühlspalette dieser Zauberwesen ab.

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Zwölf Geschichten haben Käthe Recheis und Friedl Hofbauer in ihrem Buch zusammengetragen. Fündig sind sie in China, Mexiko und Schottland geworden, genauso auch in Portugal. Eine österreichische Geschichte sucht man vergebens, vielleicht stellvertretend findet sich allerdings "Dornröschen" von den Gebrüdern Grimm in der Sammlung.

"Mit hat sehr gut gefallen, dass man nachlesen konnte, aus welchem Land die Märchen waren", lässt Laura über ihre Mutter ausrichten. Die Achtjährige soll das Buch verschlungen haben, sagt die Standard-Kollegin, eine Freundin von Lauras Mutter. Bei diesem Fundus an Erzählungen ist auch für jede Stimmung etwas dabei. Und was meint Laura? "Eine Geschichte musste ich zweimal lesen, damit ich sie kapiert habe, denn am Anfang war es so, dass ich den Zusammenhang nicht verstanden habe und ich mir die Namen noch nicht gemerkt habe." Aha! Es war das chinesische Stück.

Die vielen Bilder im Buch hat Annett Stolarski gestaltet. Sie lenkt mit ihren Zeichnungen vom Erzählten nicht ab, die Geschichte werden vielmehr bildtechnisch unterstützt. Mit ihren fantasievollen, aufwendig gemachten Bildern sorgt sie somit für eine stimmige Begleitung der Texte. Laura hat beim Diktieren ihrer begeisterten Kritik offenbar bereits an eine Fortsetzung des Buches gedacht und das Buch kurzerhand gleich in "Die Stimme der Mondfee" umbenannt. Vielleicht greifen die Autorinnen diese Titelidee auf und bringen tatsächlich einen zweiten Band heraus. Nicht nur Laura würde es sicherlich sehr freuen. (Peter Mayr, DER STANDARD - Printausgabe, 22. März 2008)