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Bei der traditionellen Zermonie zur Entzündung des olympischen Feuers, ...

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kam es zu Demonstrationen für die Befreiung Tibets. Einige Demonstranten wurden von der griechischen Polizei abgeführt und verhaftet.

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Olympia - Das Olympische Feuer für die Spiele in China ist am Montag entfacht worden. Das Zeremoniell fand in der antiken Stätte von Olympia auf der Halbinsel Peloponnes statt. Die Flamme wurde trotz zum Teil bewölkten Himmels mit einem Hohlspiegel und mit Hilfe der Sonnenstrahlen entzündet. "Wir schicken heute die Nachricht des Olympischen Waffenstillstandes", sagte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge. "Die Spiele müssen in einer friedlichen Umgebung stattfinden."

Trotz großer Sicherheitsvorkehrungen gelangten drei Demonstranten, unter ihnen der Generalsekretär von "Reporter ohne Grenzen" (RSF), Robert Menard, auf das Gelände. Das Trio stürmte während der Rede des Pekinger OK-Chefs Liu Qi mit Bannern, auf denen die Olympischen Ringe als Handschellen abgebildet waren, auf ihn zu. Sicherheitskräfte überwältigten sie. "Wenn das Olympische Feuer heilig ist, sind es die Menschenrechte umso mehr. Wir können die chinesische Regierung nicht die Olympische Flamme ergreifen lassen, ein Symbol des Friedens, ohne die dramatische Situation der Menschenrechte in diesem Land aufzuzeigen", hieß es in einem Statement von RSF.

Das Feuer wird nun bis 30. März durch Griechenland getragen, ehe die Übergabe an die chinesischen Olympia-Organisatoren erfolgt. Am 31. März kommt die Flamme in Peking an und startet dann zu seiner "Reise der Harmonie" über alle Kontinente und ab 4. Mai durch alle chinesischen Provinzen, darunter auch die krisengeschüttelte autonome Region Tibet. Mit 137.000 km wird es der längste Fackellauf der Geschichte Olympias.

Zahlreiche Tibet-Aktivisten haben Störaktionen für den Fackellauf angekündigt. Sie verlangen angesichts der blutig niedergeschlagenen Proteste in ihrer Heimat, dass das Feuer nicht wie geplant im Mai über Tibet auf den Mount Everest und vom 19. bis 21. Juni durch die tibetischen Städte Shannan Diqu und Lhasa gebracht wird.

Österreichs Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka war auf Einladung des griechischen Sport- und Kulturministersin Olympia und meinte: "Der Dialog mit dem tibetischen Volk auf Basis des gegenseitigen Respekts und der Achtung der Menschenrechte ist unumgänglich, wenn China ungestörte Spiele in friedlicher Umgebung durchführen will." (APA/dpa)