Shemekia Copeland testet das Vienna-Blues-Spring-Publikum auf seine Sangeskünste.

Foto: Dietmar Hoscher

Bereits letzte Woche ist die vierte Auflage des Festivals Vienna Blues Spring über die Bundeshauptstadt hereingebrochen. Mit ganzen sechs Wochen Dauer - bis 30. April - darf sich das Event mittlerweile als ausführlichstes Blues-Festival Europas bezeichnen. Die schwierige Kunst, die drei Kadenzakkorde bzw. deren Substitute in Rahmen des Zwölf-Takte-Schemas so zu intonieren, dass keinerlei Langeweile aufkommt, sie soll in vielerlei Spielarten jenes Ursubstrats afroamerikanischer Musik, von Country-Blues über Blues-Rock bis hin zu "Industrial Blues", demonstriert werden. Neben der Hauptspielstätte Reigen und dem Foyer der Fernwärme Wien lockt kommenden Donnerstag auch die Stadthalle, wo die Organisatoren Wolfgang Windbacher und Dietmar Hoscher im Rahmen der "Blues-Gala" klingende Namen versammeln: Nach den "Einheizern" der Mojo Blues Band, den Lokalmatadoren, die kürzlich ihr 30. Gründungsanniversarium begehen konnten, werden die Stimme Shemekia Copelands und Kim Wilsons für Stimmung sorgen, wobei letzterer mit den "Fabulous Thunderbirds" im Schlepptau anreist.

Bei der Langen Nacht des Boogie-Woogie am Samstag sorgen Martin Pyrker samt Gäste für richtigen Swing. Und Blues aus rockigen Genen kredenzt am 23. April Chris Jagger mit seiner Band Atcha. Auf der jüngsten Platte "Act Of Faith" singt auch der große Bruder mit. (felb/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25. 3. 2008)