Sie speisten Bilder einer vermeintlichen Atombombenexplosion im Riesengebirge ins tschechische Frühstücksfernsehen ein - nun müssen sich die Aktionskünstler der Gruppe Ztohoven vor Gericht verantworten. Der Vorwurf lautet Erregung öffentlicher Unruhe. Das nordböhmische Bezirksgericht in Trutnov, vor dem Prozess am Dienstag begann, könnte dafür eine Geldstrafe gegen die Aktionskünstler aussprechen und sie zu einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren verurteilen.

Schaltung

Am 17. Juni 2007 war es der Gruppe gelungen, sich zwischen eine ferngesteuerte Kamera und das Sendezentrum zu schalten und so ihre vorbereitete, realistisch wirkende Animation live ins Fernsehen zu geben. In einem Interview hatten drei Mitglieder der Gruppe kürzlich erklärt, dass ihre Arbeit ein Appell an die Menschen sei, nicht abzustumpfen.(APA)