Linz - Ein 38-jähriger Lenker befindet sich nach einem Autounfall in Oberösterreich, bei dem seine Frau ums Leben kam, seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Der 38-Jährige war mit der 26-Jährigen am Beifahrersitz frontal gegen die Hausmauer eines Bauernhofes gekracht. Zahlreiche Indizien würden den Verdacht auf Mord erhärten, bestätigte Guido Mairunteregg von der Staatsanwaltschaft Steyr entsprechende Medienberichte.

Ein Kuvert mit Versicherungspolizzen und Bargeld, das in der Wohnung des 38-Jährigen gefunden wurde, deute darauf hin, dass der Mann sein Ableben sorgfältig vorbereitet habe, so Mairunteregg. Zudem hätten Arbeitskollegen der 26-Jährigen ausgesagt, dass sie Angst gelebt hätten, der Frau könnte etwas passieren. Dass der Verdächtige einen Tag vor dem Unfall noch seine Mutter besucht habe, deute ebenfalls auf einen möglichen Selbstmord hin.

Der 38-Jährige war Ende Februar in St. Florian (Bezirk Linz-Land) mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Hausmauer eines Bauernhofes gekracht. Durch die Wucht des Aufpralls durchschlug der Pkw die Ziegelwand. Das Fahrzeug wurde bis zur Windschutzscheibe eingedrückt. Die Bergung der beiden Insassen erfolgte über das aufgeschnittene Autodach. Der 38-Jährige und die 26-Jährige wurden mit dem Notarzthubschrauber ins Spital gebracht. Die Frau erlag einen Tag nach dem Unfall im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Nach einem knappen Monat Spitalsaufenthalt wurde der Mann nun in die Justizanstalt Steyr überstellt. Die erste Haftprüfung erfolge in zwei Wochen, erklärte Mairunteregg. Ein Geständnis habe der 38-Jährige vorerst nicht abgelegt. Ein Sachverständigen-Gutachten müsse noch abgewartet werden, so der Staatsanwalt. Dann könne über eine mögliche Anklage entschieden werden. (APA)