Die Nato entwickelte in den vergangenen Jahren ein komplexes System an Angeboten und halben Mitgliedschaften für ihre Beitrittskandidaten. Um den Membership Action Plan (MAP) geht es beim Gipfel in Bukarest: Kroatien hat ihn seit 2002, Mazedonien und Albanien haben ihn schon seit 1999; die ukrainische und die georgische Regierung hätten ihn gern.

Den MAP gibt es seit 1999, er ist die letzte Stufe vor der Einladung zum Beitritt. Ein Kandidatenland mit MAP muss den Nato-Staaten Rechenschaft ablegen über demokratische Reformen und Kontrolle der Streitkräfte und muss genügend Mittel für die Modernisierung bereitstellen.

MAP-Staaten müssen zudem beweisen, dass sie willens sind, territoriale oder ethnische Konflikte zu lösen. Dem MAP voraus gehen der Individuelle Partnerschaftsplan (Ipap) sowie der Intensivierte Dialog. Georgien ist 2006 vom Ipap zum Intensivierten Dialog aufgerückt; die Ukraine befindet sich seit 2005 in diesem Status mit der Nato. (mab/DER STANDARD, Printausgabe, 2.4.2008)