Tokio - Der japanische Elektronikkonzern Toshiba steht nach eigenen Angaben kurz vor dem Abschluss eines milliardenschweren Auftrags zum Bau von vier Atomreaktoren in den USA. Das Gesamtvolumen belaufe sich auf 14 Mrd. Dollar (8,96 Mrd. Euro), teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die Gespräche seien in der Endphase, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, sagte ein Konzernsprecher. Beflügelt von der Ankündigung schlossen die Toshiba-Aktien in Tokio 5,9 Prozent im Plus.

Die USA setzen verstärkt auf die Atomenergie, auch im Kampf gegen den Klimawandel. Dabei haben finanzielle Anreize vonseiten des Staates der Atomindustrie zu einem neuen Boom verholfen. Die zuständige Regulierungsbehörde in den USA rechnet bis 2010 mit bis zu 33 Bauanträgen für Atomreaktoren.

Toshiba ist in der Branche in den USA vor allem mit seiner 2006 übernommenen Tochter Westinghouse im Geschäft. Zu den Konkurrenten gehören der französische Kernkraftwerksbauer Areva, an dem Siemens beteiligt ist und der eine Allianz mit Mitsubishi Heavy Industries aus Japan eingegangen ist sowie der US-Konzern General Electric und sein japanischer Partner Hitachi. (APA/Reuters)