Halifax - Nachdem die kanadische Regierung erneut Robben zur Tötung freigegeben hat (275.000 an der Zahl), wird weltweit dagegen protestiert. Nun will die Regierung juristische Schritte gegen die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd Conservation Society einleiten, denn deren Schiff "Farley Mowat" sei den Robbenjägern am Sonntag zu nah gekommen, erklärte Fischereiminister Loyola Hearn am Donnerstag im Parlament. Das rücksichtlose Verhalten der Sea Shepherd Conservation Society werde nicht hingenommen. Nach Angaben seines Ministeriums müssen sich Demonstranten ohne Beobachterstatus eine halbe nautische Meile (926 Meter) von der Jagd fernhalten. Ein Robbenjäger erklärte, die "Farley Mowat" habe sich einem Schiff aber auf 30 Meter genähert. Der Präsident der Umweltgruppe, Paul Watson, hat diesen Vorwurf zurückgewiesen. Zudem argumentiert er, sein Schiff sei in den Niederlanden registriert und unterstehe damit nicht kanadischen Vorschriften. (APA/AP)