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Foto: APA/dpa/Stephan Jansen
Madrid/Wien - Die spanische Sportzeitung "Marca" berichtete von einem "unerhofften Gast", der in Österreich und der Schweiz einen Virus übertragen könnte, der "speziell in Mitteleuropa" in den Sommermonaten sehr aggressiv sein kann. Laut "Marca" gab die UEFA die Empfehlung ab, dass alle Spieler und Funktionäre mindestens zwei Monate vor der EURO eine entsprechende Impfung bekommen sollten.

Thema "Killerzecken"

Die Zeitung "El Mundo" berichtete sogar von "Killerzecken", die es in Österreich und der Schweiz nicht nur auf die Fans, sondern vor allem auf die Spieler und deren Betreuer abgesehen hätten. "Man spricht über kein anderes Thema mehr", stellte auch die Sportzeitung "Marca" fest, die sich am Mittwoch auf zwei Seiten der Gefahr von Zeckenbissen widmete.

Aragones unter Druck

Dies setze insbesondere den spanischen Teamchef Luis Aragones unter Druck, frohlockte "Marca". Denn nun müsse er möglicherweise frühzeitig bekanntgeben, ob er Real-Star Raul doch zur EURO 2008 mitnehmen will oder nicht, hieß es. Aragones ist als Teamchef umstritten, weil er zuletzt beharrlich auf Raul verzichtete.

Gesundheitsministerium empfiehl Impfung

Das österreichische Gesundheitsministerium hatte bezüglich der Zecken-Gefahr am vergangenen Freitag darauf hingewiesen, dass jede Massenveranstaltung für alle Teilnehmer - Sportler und Zuschauer - epidemiologisch gesehen, auch ein erhöhtes Infektionsrisiko darstelle. Deshalb sollte jeder seinen Impfstatus überprüfen und fehlende Impfungen nachholen.

Deutsche verzichten auf Zeckenschutz

Trotz der UEFA- Empfehlung will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seine Nationalspieler nicht zur Zeckenschutzimpfung schicken. "Für die Nationalspieler besteht keine Notwendigkeit, sich impfen zu müssen. Die Mannschaft läuft ja nicht durch den Wald, sondern hält sich zumeist im Stadion oder auf dem Trainingsplatz auf", sagte DFB-Nationalmannschafts-Arzt Tim Meyer gegenüber dem Sport-Informations-Dienst.(APA)