Wien - Der SK Rapid steht vor dem nächsten Schritt zum 32. Fußball-Meistertitel. Die Hütteldorfer empfangen am Freitag zum Auftakt der 34. Bundesliga-Runde im Hanappi-Stadion den Vorletzten SK Austria Kärnten und könnten sich im Falle eines Heimsieges am Samstag gemütlich zurücklehnen und warten, ob Verfolger Red Bull Salzburg im schwierigen Auswärtsspiel in Mattersburg den Abstand von einem Punkt wiederherstellt.

Die Statistik spricht auf jeden Fall klar für den fünften vollen Erfolg für Rapid en suite. In diesem Jahr gewann die Mannschaft von Trainer Peter Pacult sämtliche Partien vor eigenem Publikum, außerdem gelangen aus den vergangenen elf Spielen gleich neun Siege.

"Ich beschäftige mich nicht mit dem Gegner"

Diese Bilanz interessiert Pacult aber ebenso wenig wie die Tatsache, dass die Klagenfurter seit sechs Partien ungeschlagen sind. "Ich beschäftige mich nicht mit dem Gegner", betonte der Wiener und gab die altbekannte Parole aus: "Wir wollen so spielen wie immer daheim, Druck nach vorne machen, Chancen herausspielen und verwerten."

Von einer Titeleuphorie innerhalb der Mannschaft will der Coach nichts wissen. "Das machen eh die Medien. Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgaben und wollen gegen Kärnten drei Punkte holen", sagte der frühere 1860-München-Trainer, nach dessen Angaben seiner Kicker in den abschließenden drei Spielen "genauso unter Druck stehen wie in den 33 Runden zuvor".

"Darüber denke ich nicht nach"

Auch dem Ausfall des gesperrten Stefan Maierhofer möchte Pacult nicht allzu viel Bedeutung beimessen. "Darüber denke ich nicht nach. Bazina ist keinen Deut schlechter als unsere anderen Stürmer." Markus Katzer dürfte nach seiner Blinddarmoperation wieder in den Kader zurückkehren, ist allerdings keine Option von Beginn an. In der Innenverteidigung wird Markus Heikkinen wohl wie in Linz Hannes Eder ersetzen, der gegen den LASK eine Knieverletzung erlitt.

Der zweite zentrale Innenverteidiger Jürgen Patocka sprach zwar von einem "perfekten Mannschaftsklima", zeigte sich aber in punkto Titelchancen zurückhaltend. Das Rennen um die Meisterschale sei trotz der jüngsten Rapid-Erfolge "sicher kein Selbstläufer", dennoch gab der Niederösterreicher zu: "Ein bisschen überlegen wir schon, dass wir bereits gegen Altach Meister werden könnten."

Dieser Fall würde bei Siegen gegen Kärnten und die Vorarlberger sowie bei einer Niederlage der Salzburger in Mattersburg, Patockas alter Wirkungsstätte, eintreten. "Ich habe mit meinen ehemaligen Kollegen telefoniert, aber die sind auch ohne meinen Anruf top-motiviert", meinte der Innenverteidiger. (APA)

T-Mobile Fußball-Bundesliga (34. Runde) am Freitag:
  • SK Rapid - SK Austria Kärnten (Hanappi-Stadion, 20.30 Uhr/live Premiere Austria und UPC Digital TV, SR Gangl). Bisherige Saisonergebnisse: 4:0 (h), 2:1 (a), 2:0 (a)

    Rapid: Payer - Dober, Heikkinen, Patocka, Thonhofer - Hofmann, Kulovits, Boskovic, Korkmaz - Bazina, Hoffer. Ersatz: Hedl - Katzer, Palla, Harding, Kavlak, Fabiano

    Es fehlen: Maierhofer (gesperrt), Eder (Seitenbandriss im Knie), Tokic (Bandscheibenprobleme)

    Kärnten: Schranz - Pirker/Hiden, Chaile, Ortlechner - Bubenik, Ledwon, Junuzovic, Krajic - Wolf, Plassnegger, Weber. Ersatz: Saric - Prawda, Riedl, Zakany, Hauser, Ciquinho, Kollmann, Mössner

    Es fehlt: Ketelaer (rekonvaleszent)

    Fraglich: Hiden (Zerrung, Rippenverletzung)