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Mirna Jukic

Foto: APA/ Eaton
Manchester - Schwimm-Europameisterin Mirna Jukic muss die Heimreise von den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Manchester ohne Medaille antreten. Nach sechsten Plätzen über 50 und 100 m Brust wurde die 22-Jährige am Sonntag im Finale über 200 m Brust Fünfte. In 2:21,11 Minuten verfehlte sie ihren mehr als fünf Jahre alten österreichischen Rekord um 83/100 Sekunden. Der Sieg ging in starken 2:18,73 mit WM-Rekord an die Südafrikanerin Suzaan van Biljon.

Jukic verpasste die Bronzemedaille um 63/100 Sekunden, wobei ihr wie schon ihrem Bruder Dinko am Vormittag im Vorlauf über 200 m Delfin ein wenig die Kräfte fehlten, um ihr Potenzial abzurufen. "Ich bin gestorben, ich habe nicht mehr gekonnt", erklärte die Wienerin und machte dafür die lange, seit vier Wochen andauernde Wettkampfphase verantwortlich. "Es war ein bisschen hart. Die EM, die WM - irgendwann ist da jeder am Ende."

Wie bei ihrem Bruder war es so gesehen ungünstig, dass die jeweilige Spezial-Disziplin am Schlusstag der Titelkämpfe auf dem Programm stand. "Aber ich glaube, ich bin eine solide Zeit geschwommen. Mein Weg Richtung Olympia stimmt." Angesichts dessen, dass in der Vorbereitung kaum ein Gewicht auf die Kurzbahn gelegt wurde, schnitt die Studentin mit drei Final-Einzügen sehr stark ab. "Eigentlich war ich ja auch wegen der WM-Bewerbung hier."

Bezüglich Olympia sah es Jukic auch als wichtig an, dass sie sich auch auf Weltebene wieder verstärkt in Erinnerung gebracht hat, nachdem sie 2006 wegen Pfeiffer'schem Drüsenfieber ein halbes Jahr trainingsfrei bleiben hatte müssen. "Ich habe es endlich wieder geschafft, in die Weltspitze zu kommen." Nächster Fixpunkt für Österreichs "Sportlerin des Jahres 2002" ist vom 25. bis 27. April das Austria Meeting in der Wiener Stadthalle. (APA)