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Generaldirektor Stoss schließt eine Fusion mit den Lotterien neuerlich aus.

Foto: APA/Harald Schneider

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Wien - Die Casinos Austria-Gruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 Umsatzsteigerungen verzeichnet. Die Erträge stagnierten auf konsolidierter Basis (IRFS) auf Vorjahresniveau, was Generaldirektor Karl Stoss unter anderem mit dem Trend zu Internetspielen mit höherer Ausschüttungsquote erklärt. Die Zahl der Gäste stieg um 4,7 Prozent auf knapp 20 Millionen. Das größte Plus gab es dabei im Ausland (+5,4 Prozent), in Österreich gab es immerhin um 0,8 Prozent mehr Gäste.

Im gesamten Casinos Austria-Konzern (nicht konsolidiert) stiegen die Umsatzerlöse - Bruttospielertrag, Trinkgelder, Eintritt - um 4,1 Prozent auf insgesamt 3,49 (2006: 3,35) Mrd. Euro. Davon entfielen lediglich 8 Prozent oder 277 (265) Mio. Euro auf die in Österreich tätige Casinos Austria AG (CASAG), je ein knappes Drittel spielten die übrigen Geschäftsfelder ein: rund 1,1 Mrd. Euro oder 31 Prozent die Auslandsholding Casinos Austria International (CAI), ebensoviel das "Entertainment"-Onlinegeschäft und 30 Prozent oder 1 Mrd. Euro die Lotterien.

Voll konsolidiert (nach IFRS) stieg der Umsatz von 2,57 auf 2,64 Mrd. Euro (+2,9 Prozent), wobei die Casinos 502 Mio. Euro oder 19 Prozent beisteuerten, der Rest verteilt sich zu praktisch gleichen Teilen auf Lotterien und "Entertainment" (Tipp3, win2day und winwin). Das konsolidierte Konzernergebnis behauptete sich mit 41,4 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres (41,6 Mio. Euro) - trotz großzügiger Abfertigungsangebote für Mitarbeiter und Investitionen in Casinos.

"Bündelung der Kräfte"

Das in der CASAG gebündelte Inlandsgeschäft der Casinos verzeichnete 2007 ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 277,2 (265,8) Mio. Euro. Beim Betriebsergebnis verringerte sich hier der Verlust von 7,7 auf -5 Mio. Euro. Dank deutlich - von knapp 15 auf 22,4 Mio. Euro - angestiegener Erträge aus Beteiligungen ergab sich unter dem Strich ein Jahresüberschuss von 8,2 (5,8) Mio. Euro. Finanzvorstand Josef Leutgeb budgetiert für heuer ein ausgeglichenes Betriebsergebnis, was durch den Wegfall der Abfertigungen und bei einem kräftigen Umsatzplus möglich sein sollte.

Nach dem Erwerb des früheren Bawag-Anteils an den Lotterien halten die Casinos nunmehr 68 Prozent an der Lotto-Tochter. Fusion soll es trotzdem keine geben, versicherte Stoss heute bei der Bilanzpressekonferenz in Wien neuerlich. "In beiden Gesellschaften wird es getrennte Vorstände und Aufsichtsräte geben". Sehr wohl ist aber die "Bündelung der Kräfte" in weiteren Bereichen geplant, nach IT und Organisation nun etwa auch in den Bereichen Rechnungswesen, Controlling, Human Ressources oder Call Center.

Ein Abbau von Mitarbeitern ist laut Stoss zumindest nicht geplant. Rund 400 Mitarbeiter haben im Vorjahr freiwillige Abfertigungen in Anspruch genommen und das Unternehmen verlassen. Insgesamt beschäftigte der Konzern per Jahresende 13.807 Mitarbeiter, davon 96 Prozent im Casinos-Bereich und davon wiederum 87 Prozent in den 66 Casinos außerhalb Österreichs. Die Zahl der Spielautomaten erhöhte sich im Vorjahr um 16 Prozent auf 13.014, jene der Spieltische um knapp 10 Prozent auf 1.238. (APA)