Washington - Zum ersten Mal seit dem Beginn seines Pontifikats vor drei Jahren besucht Papst Benedikt XVI. ab Dienstag die USA. Seine achte Auslandsreise als Oberhaupt der katholischen Kirche dauert sechs Tage. Präsident George W. Bush wird den Papst bei dessen Ankunft auf der Luftwaffenbasis Andrews bei Washington persönlich willkommen heißen (22.00 Uhr MESZ). Für Mittwoch, den 81. Geburtstag des Papstes, ist ein offizieller Empfang im Weißen Haus vorgesehen, am Donnerstag soll Benedikt XVI. in der US-Bundeshauptstadt vor 50.000 Gläubigen eine Freiluftmesse zelebrieren.

Friedensbotschaft

Am Freitag begibt sich der Papst nach New York, wo er vor der UNO-Generalversammlung eine Rede aus Anlass des 60. Jahrestages der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte halten wird. Wie seine Vorgänger Paul VI. (1965) und Johannes Paul II. (1979 und 1995) wird auch Benedikt XVI. vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen eine Friedensbotschaft an die Welt richten. Am "Ground Zero" will der Papst ein Gebet für die Opfer aller Terroranschläge sprechen. Auch wird erwartet, dass der Papst zu dem Skandal um Kindesmissbrauch durch Priester Stellung nimmt, der die Kirche in den USA in eine tiefe Krise gestürzt hatte. (APA)