Wien - Die Verpackungsverwertungsgesellschaft ARGEV meldete für das Jahr 2007 erneut einen Sammelrekord. Im Vorjahr haben die Österreicher so viele Leicht-, Metall-und Holzverpackungen gesammelt wie nie zuvor, freute sich ARGEV-Geschäftsführer Franz Buchal am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Wien. Insgesamt wurden über die Sammeleinrichtungen der ARGEV 206.400 Tonnen Altstoffe gesammelt, was einem Plus von 0,3 Prozent entspricht. Die darin enthaltenen Leicht-, Metall- und Holzverpackungen haben um rund 1 Prozent auf 172.100 Tonnen zugenommen.

Allein die Leichtverpackungssammlung konnte einen Zuwachs um 2,5 Prozent auf 160.500 Tonnen verzeichnen. Die darin enthaltenen verwertbaren 135.200 Tonnen Leichtverpackungen würden ein Plus von 2,6 Prozent bedeuten. Mit mehr als 120.000 Tonnen konnten um 4 Prozent mehr Leicht-, Metall- und Holzverpackungen zum stofflichen Recycling übergeben werden.

Mit einer Sammelmenge von 27.500 Tonnen PET-Getränkeflaschen, von denen 20.500 Tonnen (plus 4,1 Prozent) für die stoffliche Verwertung bereitgestellt werden konnten, habe die ARGEV auch 2007 "maßgeblich zur Erfüllung der Ziele aus der Nachhaltigkeitsagenda der österreichischen Getränkewirtschaft" beigetragen, hieß es.

Des Weiteren berichtete der ARGEV-Geschäftsführer, dass die Benutzerfreundlichkeit der Verpackungssammlung weiter ausgebaut werden konnte. Über 17.500 Haushalte wurden neu mit Gelben Säcken ausgestattet (plus 1,3 Prozent), so dass mit Jahresende mehr als 1.373.000 Haushalte an die Sammlung mit Gelben Säcken angeschlossen waren. Zusätzlich standen 2007 mehr als 270.400 Gelbe und Blaue Tonnen im Einsatz. Damit konnten im Vorjahr mehr als 1,76 Millionen österreichische Haushalte (54 Prozent) ihre Leichtverpackungen bzw. Plastikflaschen "ab Haus" entsorgen.

"Erfolgsstory des Jahres"

Mit einer Reduktion des Fehlwurfanteils um fast zwei Drittel hatten die Wiener schon 2005 die "Erfolgsstory des Jahres" geschrieben. Mit einem Fehlwurfanteil von nur mehr 13,7 Prozent übernahmen die Wiener die Führung vor den langjährigen "Qualitätsmeistern" aus dem Burgenland (Fehlwurfanteil 2007: 14,2 Prozent) und vor den Niederösterreichern (14,7 Prozent). Die größte Qualitätsverbesserung 2007 gelang den Salzburgern. Sie konnten ihren Fehlwurfanteil um mehr als ein Fünftel auf 15,2 Prozent reduzieren. Bei der Metallverpackungssammlung teilen sich Nieder- und Oberösterreich mit je 7,3 Prozent Fehlwurfanteil die Qualitätsspitze.

Dass die getrennte Verpackungssammlung für die Österreicher längst zum unverzichtbaren Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden ist, gehe einmal mehr aus den Ergebnissen der im März 2008 im ARGEV-Auftrag durchgeführten IMAS Umfrage hervor: 96 Prozent der Befragten gaben an, Verpackungen getrennt zu sammeln. (APA)