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Grafik: APA
Wien - In Österreich werden 2008 für Forschung und Entwicklung (F&E) voraussichtlich 7,512 Mrd. Euro ausgegeben. Die Forschungsquote beträgt damit laut der am Montag veröffentlichten Schätzung von Statistik Austria 2,63 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (2007: 2,55 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr stiegen die F&E-Ausgaben um 8,1 Prozent, die Forschungsquote von 2,63 liegt deutlich über dem EU-Schnitt (Vergleichsdaten nur von 2006) von 1,91 (EU-15) bzw. 1,84 Prozent (EU-27).

Wirtschaft übernimmt größten Brocken

Mit 3,65 Mrd. Euro wird der größte Anteil der Forschungsausgaben von der Wirtschaft finanziert (48,6 Prozent gegenüber 2007: 46,7 Prozent). 35,5 Prozent (2007: 37,4 Prozent) bzw. 2,7 Mrd. Euro trägt der öffentliche Sektor bei, wobei auf den Bund 2,22 Mrd. Euro, auf die Bundesländer 371 Mio. Euro und auf sonstige öffentliche Einrichtungen 75 Mio. Euro entfallen. Im Vergleich zum Vorjahr wird die Finanzierung durch den Bund um 8,9 Prozent steigen, jene durch die Wirtschaft um 10,2 Prozent.

Unverändert gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil der vom Ausland finanzierten Forschung mit 15,5 Prozent bzw. 1,16 Mrd. Euro. Dieses Geld stammt überwiegend von mit österreichischen Firmen verbundenen europäischen Unternehmen mit Forschungsstandorten in Österreich sowie aus Rückflüssen der EU-Rahmenprogramme. 0,4 Prozent des Gesamtkuchens (31 Mio. Euro) kommen aus dem privaten gemeinnützigen Sektor.

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die österreichischen F&E-Ausgaben mehr als verdoppelt (1999: 3,761 Mrd. Euro). Zwischen 2000 und 2008 lag der durchschnittliche jährliche Zuwachs des BIP bei 3,9 Prozent. Dem gegenüber sind die F&E-Ausgaben jährlich um durchschnittlich 8,1 Prozent gewachsen, die Forschungsfinanzierung durch den Bund um 7,7 Prozent und jene der Wirtschaft um 10,1 Prozent.

Die Bundesregierung hat sich in Übereinstimmung mit den EU-Plänen das Ziel gesetzt, die österreichischen Forschungsausgaben bis 2010 auf drei Prozent des BIP zu steigern. (APA)