Linz - Der Backmittelhersteller und Kornspitz-Erfinder backaldrin mit Sitz in Asten bei Linz hat seinen Umsatz 2007/08 (per 31. März) um mehr als 12 Prozent auf 118 Mio. Euro gesteigert. Knapp 20 Mio. Euro wurden in den Stammsitz investiert, am Dienstag ging das neue Hochregallager mit Platz für 11.800 Paletten offiziell in Betrieb. Details gaben Firmeneigentümer Peter Augendopler, Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl und Agrarlandesrat Josef Stockinger (beide ÖVP) in einer Pressekonferenz bekannt.

"Unsere Messlatte liegt immer bei 10 Prozent", so Augendopler zum jährlichen Umsatzwachstum. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich um 20 Prozent auf über 500. backaldrin gründete Tochterfirmen in Brasilien, den USA und der Ukraine. In Moskau wurde ein "Haus des Brotes" für den Vertrieb und Schulungen eröffnet, ein weiteres soll im Herbst in Warschau fertiggestellt werden. Der Kornspitz sei mittlerweile in 62 Ländern eingeführt, Brot und Gebäck aus sogenanntem PurPur-Weizen in 40 Staaten. Der Exportanteil des Unternehmens liegt bei mehr als 75 Prozent.

"Unaufhaltsames Wachstum"

Das Wachstum sei unaufhaltsam, sagte Stefan Hutter, bei backaldrin für Produktion und Technik verantwortlich: "Wir verdoppeln uns alle fünf bis sechs Jahre." Das neue Lager bietet Platz für rund 8 Mio. Kilo Ware, was laut Firmenauskunft etwa dem weltweiten Halbjahresbedarf an Kornspitz-Rohstoffen entspricht. Damit verfüge man bis voraussichtlich 2011 über die erforderlichen Kapazitäten, so Augendopler. Für Stockinger ist der Kornspitz "der knusprigste Botschafter Oberösterreichs", er machte darauf aufmerksam, dass die Lebensmittelbranche jeden sechsten Arbeitsplatz im Bundesland sichere. Sigl freute sich, dass die Hälfte der backaldrin-Belegschaft in Oberösterreich arbeite.

Den steigenden Rohstoffpreisen versucht Augendopler, wie er selbst sagte, mit ständiger Kostenoptimierung statt Personalabbau Herr zu werden. Für heuer peile man keine Steigerungen an, sondern hoffe auf eine Stabilisierung. "Niemand kann sich an diesen Preisen gesundstoßen", betonte der backaldrin-Chef. (APA)