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Die Entwicklung der Kraftstoffpreise wird entscheidend für die Ertragsaussichten von Delta nach der geplanten Übernahme der Northwest Airlines sein.

Foto: AP/Sato
Washington - Die US-Fluggesellschaft Delta will wegen der steigenden Kraftstoffpreise ihre Flugpreise um 15 bis 20 Prozent erhöhen. "Ein Flugticket muss die Treibstoffkosten in vollem Umfang abdecken", sagte Vorstandschef Richard Anderson am Dienstag vor Journalisten in Washington. Dies gelte auch für die anderen Inlandsfluggesellschaften der USA. Seit Ende vergangenen Jahres haben die Gesellschaften ihre Flugpreise bereits neunmal angehoben.

Der Manager äußerte die Erwartung, dass derart hohe Preissteigerungen die Nachfrage dämpfen und die Fluggesellschaften veranlassen werden, ihre Flugpläne zu straffen. Die Entwicklung der Kraftstoffpreise werde auch entscheidend für die Ertragsaussichten von Delta nach der geplanten Übernahme der Northwest Airlines sein, sagte Anderson.

Northwest-Vorstandschef Doug Steenland sagte, die Möglichkeiten zur Kostendämpfung seien weitgehend ausgeschöpft. Nach der American Airlines und Continental war United Airlines am Dienstag die dritte große Fluggesellschaft, die für das erste Quartal dieses Jahres einen Verlust ausgewiesen hat.

Auch die Air France kündigte am Dienstag höhere Treibstoffzuschläge an. Bei Langstreckenflüge steigt der Zuschlag um zehn Euro, bei Mittelstreckenflügen um vier und bei Inlandsflügen um zwei Euro. Der Treibstoffzuschlag für einen Flug von Paris nach New York beträgt damit 91 Euro.

Milliardenverlust im Quartal

Delta hat wegen der rasant steigenden Ölpreise im ersten Quartal einen Verlust von 6,39 Mrd. Dollar (4,01 Mrd. Euro) eingeflogen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch 130 Mio. Euro betragen, wie die drittgrößte US-Fluggesellschaft am Mittwoch mitteilte. Bereinigt um Sonderfaktoren wie Wertberichtigungen wegen Belastungen durch den Ölpreisanstieg hätte der Verlust 274 Mio. Dollar betragen. Der Umsatz verbesserte sich um zwölf Prozent. (APA/AP)