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Sebastien Loeb

Foto: APA/AP/Arias
Amman - Die Rallye-WM feiert von Donnerstag bis Sonntag ihr Debüt in Jordanien. Topfavorit ist der Franzose Sebastien Loeb, der für das von Red Bull gesponserte Citroen-Werksteam fährt und drei der bisherigen vier Saisonbewerbe für sich entschied. Andreas Aigner ist nicht mit von der Partie, da der Lauf nicht zur P-WRC-WM zählt, der Steirer startet erst wieder bei der Akropolis-Rallye Ende Mai. Österreichs einziger Beitrag in Jordanien ist damit Andreas Wimmer auf einem Subaru Impreza in der Klasse N4.

Loeb führt in der WM fünf Punkte vor dem Finnen Mirkko Hirvonen (Ford Focus) und acht Zähler vor Chris Atkinson aus Australien (Subaru Impreza). Der Franzose betritt wie auch die meisten anderen Piloten in Jordanien Neuland. "Ich gehe an diese Rallye mit großer Vorsicht heran", meinte der WM-Führende deshalb. "Die Strecke ähnelt allerdings der Mexiko-Rallye, wo unser Citroen C4 sich als sehr leistungsstark erwiesen hat - das stimmt mich optimistisch." Verfolger Hirvonen erwartet "schnelle Pisten wie in Finnland, nur ohne Sprünge."

Flaches Terrain

Subaru-Pilot Petter Solberg aus Norwegen weist übrigens als einziger einen kleinen Wissensvorsprung auf, er absolvierte 2007 die Besichtigung des damals noch nicht zur WM zählenden Laufs. Vorjahressieger Khaled Al Qassimi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten beklagt Veränderungen an der Strecke: "Ich bin hier schon sechs- oder siebenmal gefahren, aber viele Wüstenpisten sind durch neue Routen ersetzt worden. Das Terrain ist daher jetzt so flach, dass man glauben könnte, man fährt auf Asphalt."

Die diesjährige Rallye entlang der Küste des Toten Meers umfasst 22 Sonderprüfungen mit insgesamt 359,26 SP-Kilometern. Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius sowie Sandstürme werden den Fahrern ordentlich zusetzen. "Die Temperatur wird hier ein wichtiger Faktor sein", erklärt Subaru-Einsatzleiter Paul Howarth. "Jeder wird ein Auge auf die Kühlung und die Bremstemperatur werfen." Zusätzlich für Spannung wird die Tatsache sorgen, dass der Finaltag der Rallye am Sonntag mit 134,24 SP-Kilometern und sechs Prüfungen der längste sein wird.(APA/AFP)