Die ÖVP lässt in Sachen Ethikunterricht nicht locker. Dessen Einführung sei ein "verfassungsrechtlicher Auftrag", sagte ÖVP-Bildungssprecher Fritz Neugebauer in einer Aussendung nach einer Sitzung des Unterrichtsausschusses des Nationalrats. Erfolgreiche Schulversuche, in denen Ethikunterricht angeboten wurde, könne man nicht einfach vom Tisch wischen.

Die ÖVP will all jene SchülerInnen zum Ethikunterricht verpflichten, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen (derStandard.at berichtete). Neugebauer kündigte an, darüber "intensive Gespräche" mit dem SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser zu führen.

"Ausführlichen Diskussionsbedarf"

"Ausführlichen Diskussionsbedarf" ortet Neugebauer bei den von Unterrichtsministerin Claudia Schmied angekündigten Maßnahmen im Bildungsbereich. Die "Ankündigungsflut" der Ministerin brauche "konkrete Antworten auf Basis des Regierungsübereinkommens", so Neugebauer.

"Hochaktuell" sind für Neugebauer etwa die "kritischen Stellungnahmen zum Begutachtungsentwurf des Schulorganisationsgesetzes", das unter anderem die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl enthält. Im Ausschuss einstimmig verabschiedet wurde das neue Hochschulstudienberechtigungsgesetz. Damit werden die Zulassungsbestimmungen zur Studienberechtigungsprüfung für die Pädagogischen Hochschulen jenen des Universitätsbereiches angeglichen.(apa/red/derStandard.at, 24. Juni 2008)