Lima - Demonstranten und Streikende haben am Donnerstag aus Protest gegen steigende Lebensmittelkosten die verarmte Provinz Puno im Südosten des Landes lahmgelegt. Die meisten Geschäfte und Schulen blieben geschlossen und es verkehrten kaum Busse oder Taxen, berichteten nationale Medien.

Die Hauptverkehrsstraßen in der 1300 Kilometer von der Hauptstadt Lima entfernten Region waren durch brennende Reifen, Steinbrocken und Baumstämme blockiert. Die für 24 Stunden angesetzte Protestmaßnahme war von einer sogenannten Volksversammlung unter Beteiligung vieler Bürgerinitiativen beschlossen worden.

Binnen eines Jahres haben sich in Peru die Preise einiger Grundnahrungsmittel verdoppelt. Der Präsident einer der Bürgerinitiativen, Abraham Cauna Poma, sagte dem Radiosender RPP, die Kampfmaßnahme richte sich auch gegen die "neoliberale Politik" von Präsident Alan García. Die verschaffe zwar der Wirtschaft kräftige Wachstumsraten, bringe den meisten einfachen Menschen aber nichts. In Puno leben 1,3 Millionen Menschen, überwiegend Aymara-Indios. (APA/dpa)