Hamburg - Die Anteilseigner von Volkswagen erhalten dieses Jahr eine deutlich höhere Dividende als 2007. Das beschlossen die Aktionäre am Donnerstagabend auf der Hauptversammlung des Konzerns in Hamburg, wie das Unternehmen mitteilte. Inhabern einer Stammaktie zahlt der Konzern demnach 1,80 Euro pro Anteilsschein, im vergangenen Jahr waren es noch 1,25 Euro. Besitzer einer Vorzugsaktie erhalten 1,86 Euro nach 1,31 Euro 2007.

Die Großaktionäre Porsche und Niedersachsen waren auf der Hauptversammlung mit ihren Anträgen für eine Änderung der Konzernsatzung gescheitert. Keiner der beiden Anträge erhielt laut VW bei dem Aktionärstreffen die erforderliche Mehrheit. Das Bundesland Niedersachsen, das einen Anteil von 20,1 Prozent an VW hält, behält damit zunächst sein Vetorecht bei wichtigen Entscheidungen. Das VW-Gesetz sieht dieses Vetorecht vor, die Satzung des Unternehmens nimmt darauf Bezug.

Im Normalfall haben Aktionäre erst ab einer Beteiligung von 25 Prozent die Möglichkeit, Entscheidungen zu blockieren. Der Stuttgarter Autobauer Porsche, der inzwischen rund 31 Prozent der Aktien von VW hält und seinen Anteil auf über 50 Prozent ausbauen will, will diese Regelung auch für VW durchsetzen. Das VW-Gesetz in seiner bisherigen Fassung, die dem Land weitgehende Möglichkeiten zur Kontrolle von VW einräumte, hatten der Europäische Gerichtshof in Luxemburg im vergangenen Herbst gekippt. Das deutsche Justizministerium arbeitet derzeit an einer Neufassung, die das Vetorecht von Niedersachsen aber aufrechterhalten soll. (APA/AFP)