Wien - Österreicher holen ihr Geld aus dem Ausland zurück. Sie trennten sich im Jänner und Februar von ausländischen Papieren im Wert von 2,7 Mrd. Euro, nachdem sie im Vergleichszeitraum 2007 noch über 10 Mrd. Euro investiert hatten, teilte die Oesterreichische Nationalbank am Freitag mit. Internationale Aktien wurden netto im Wert von 1,4 Mrd. Euro verkauft. Im Gegenzug haben ausländische Anleger ihren österreichischen Aktienbestand um 0,3 Mrd. Euro verringert.

Auch die Rentenmärkte seien von Unsicherheit geprägt gewesen, analysiert die OeNB. So kam es in zwei Monaten zu Nettoverkäufen von 1,8 Mrd. Euro. Internationale Anleger reduzierten ihr Engagement in österreichischen Rentenpapieren um fast zwei Drittel auf 8,4 Mrd. Euro.

Parallel zur Abkehr von Wertpapieren wurde Geld in alternative Finanzanlagen umgeschichtet, vor allem in Kredite und Einlagen. Die "sonstigen Investitionen" stiegen von 3,5 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 21,6 Mrd. Euro in den ersten beiden Monaten 2008. "Österreichs - vorwiegend institutionelle - Anleger setzen derzeit wieder verstärkt auf relativ risikoarme Veranlagungsinstrumente" hält die OeNB fest. (APA)