Linz - Der oberösterreichische Fleischexporteur Hochreiter mit Sitz in Bad Leonfelden (Bezirk Urfahr-Umgebung) ist auf Expansionskurs in den USA. Das Unternehmen beliefere bereits zahlreiche Groß- und Einzelhändler Europas, hieß es in einer Pressekonferenz am Freitag. Seit vergangenen Herbst dürfe auch nach Amerika exportiert werden. "Mit der USA-Zulassung haben wir eine Vorreiterrolle übernommen", erklärte Gottfried Hochreiter.

Seit 2003 habe es ein Importverbot für österreichische Lebensmittel in die USA gegeben, so Hochreiter. Österreich sei aufgrund einer Entscheidung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums suspendiert gewesen. Das Unternehmen habe jedoch verstärkt an einer Zulassung gearbeitet. Im September 2007 habe dann das amerikanische Landwirtschaftsministerium die Produktion intensiv geprüft. Anschließend sei die Zulassung erteilt worden. Davon könne die gesamte heimische Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft profitieren, so Hochreiter.

Wachsende Mitarbeiterzahl

Das 1958 als Fleischhauerei gegründete Unternehmen erwirtschaftete im Vorjahr rund 48 Mio. Euro. Heuer peile man die 60 Millionen-Euro-Marke an. Die Mitarbeiterzahl soll von 170 auf 220 anwachsen. "Gerade der amerikanische Markt bietet uns unbegrenzte Möglichkeiten", so Geschäftsführer Wolfgang Hochreiter. Aber auch Osteuropa sei sehr interessant.

Das Unternehmen produziert nach eigenen Angaben jährlich rund neun Millionen Stangen Salami und circa 20 Mio. Knödel. Ihrer steigenden Beliebtheit würde durch die Spezialisierung und intensive Vermarktung von Hochreiter Rechnung getragen, hieß es. Ziel sei es, Tradition und Geschmack der Knödel "in Anlehnung an den Pizza-Siegeszug in andere Länder hinauszutragen", so das Unternehmen. Derzeit sei man vor allem im süddeutschen Raum, Tschechien, Südtirol und Österreich aktiv. (APA)