Als der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) vor vielen Jahren seine erste Auto-Umweltliste veröffentlichte, waren darin keine Dieselautos enthalten, obwohl sie ja oft deutlich weniger verbrauchen und damit auch weniger CO2 ausstoßen als viele Benziner. Für viele potenzielle Autokäufer war die Liste damit wertlos. Der VCÖ beharrte aber trotzdem auf der Verbannung der Diesel, immerhin erkannte man früh die Rußproblematik.

In den aktuellen Listen findet man nun durchaus auch Dieselautos, wenn sie einen Partikelfilter haben. Die gute Nachricht: Es gibt bereits eine erkleckliche Anzahl an Autos, die klimafreundlicher sind, als dies die EU-Norm für 2012 geplant hat, mit einem CO2-Ausstoß von maximal 120 g/km.

Honda Civic Hybrid auf Platz 1 der Liste
Allerdings ist auch anzumerken, dass der überwiegende Teil der umweltfreundlichen Autos der Mini- oder Superminiklasse angehört, wobei aber gerade die beiden Sieger größer sind. Sie sind nämlich Hybridautos. Vor allem der zweitplatzierte Toyota Prius (104 g/km) kann als vollwertiger Familienwagen bezeichnet werden. Auch der Erstplatzierte, der Honda Civic (109 g/km) ist kein Kleinwagen mehr. Warum der Honda nun vor dem Toyota liegt, ist damit zu erklären, dass neben dem CO2-Ausstoß auch noch andere umweltrelevante Faktoren gemessen werden, etwa Stickoxide, Feinstaub, Lärm und Verkehrssicherheit. Die nächste umwelttechnisch sehr erfolgreiche Gruppe sind Erdgasautos, allerdings mit einem kleinen Schönheitsfehler: Den Ford Ka und den Fiesta, die beide unter den Top Ten der umweltfreundlichsten Autos liegen, gibt es gar nicht mit Erdgasantrieb.

Insgesamt gilt aber: Ein Auto muss klein und damit leicht sein oder Hybridantrieb besitzen, um unter die zehn umweltfreundlichsten zu kommen (etwa Citroën C1, Peugeot 107, Toyota Aygo). In der oberen Mittelklasse gewinnt ein Erdgas-Mercedes, gefolgt von einem Diesel- und einem Benzin-BMW. (rs)