New York - Der UNO-Sicherheitsrat will gegen die zunehmende Piraterie vor der Küste Somalias vorgehen. Das 15-köpfige Gremium werde ab Montag einen Resolutionsentwurf diskutieren, der Mitgliedsstaaten dazu bevollmächtige, Seeräuber aktiv zu bekämpfen. Das bestätigte der UNO-Botschafter der USA, Zalmay Khalilzad, vor Journalisten in New York.

Der Entwurf wurde von Großbritannien, den USA, Panama und Frankreich eingebracht. Er sieht den Einsatz von Schiffen und Flugzeugen vor, mit dem UN-Mitgliedsstaaten "Piraten und bewaffnete Räuber verfolgen sowie Akte von Seeräuberei verhindern" können. Im Rahmen des internationalen Seerechts seien "alle notwendigen Mittel" gestattet. Dazu gehöre auch die Festnahme, Befragung und strafrechtliche Verfolgung von mutmaßlichen Piraten. Wenn die Resolution verabschiedet wird, soll sie zunächst für sechs Monate gelten.

"Es ist Zeit, dass der Weltsicherheitsrat sich der Situation annimmt", sagte UNO-Botschafter Khalilzad. Auch wenn sich der Resolutionsentwurf auf Somalia konzentriere, könnten die Maßnahmen gegen Piraten auch auf andere Gegenden der Welt ausgedehnt werden, wo Freibeuterei ein großes Problem sei, schlug der Diplomat vor. (APA/dpa)