Düsseldorf - Trotz gestiegener Rohstoffpreise ist der Verkehrstechnikkonzern Vossloh mit unerwartet hohen Umsatz- und Gewinnzuwächsen ins Jahr gestartet. Maßgeblichen Anteil daran hatte neben den Zukäufen die Expansion im Ausland, wie der Konzern aus dem sauerländischen Werdohl am Dienstag mitteilte. Inzwischen habe das Geschäft außerhalb Europas einen Anteil von 24 (Vorjahr: 13) Prozent am Gesamtumsatz. Beide Geschäftsbereiche - Weichen und Schienen sowie Lokomotiven - erreichten zudem deutlich zweistellige Wachstumsraten.

Das in den ersten drei Monaten erzielte Umsatzplus von 29 Prozent auf 3.458 Mio. Euro sei um mehr als die Hälfte auf Akquisitionen zurückzuführen, hieß es. Der operative Gewinn legte um 59 Prozent auf 33 Mio. Euro zu, der Überschuss noch deutlicher um 62 Prozent auf 19 Mio. Euro. Analysten hatten einen Umsatz von 315 Mio. Euro, ein Ebit von 29 Mio. und einen Nettogewinn von 17 Mio. Euro geschätzt. Die Börse honorierte den Gewinnsprung mit einem Kursaufschlag der Vossloh-Aktie von 2,5 Prozent auf 92,89 Euro.

Angesichts des Geschäftsverlaufs zum Jahresauftakt und einem hohen Auftragsbestand im Rücken steuert der Konzern 2008 erneut Rekordwerte an. Der Vorstand bekräftigte seine Jahresziele: Der Umsatz soll 2008 um zwölf Prozent auf 1,34 Mrd. Euro steigen, der Überschuss um 36 Prozent auf 91 Mio. Euro. "Für 2009 rechnen wir bei anhaltend hoher Profitabilität mit weiterem Wachstum", kündigte Firmenchef Werner Andree zudem an. (APA/Reuters)