Innsbruck - Die Fülle an Macht der ÖVP nehme das Land Tirol in Geiselhaft und diese Allmacht müsse gebrochen werden, zeigte sich der Tiroler FPÖ-Chef Gerald Hauser im Hinblick auf die Landtagswahlen am 8. Juni bei einer Pressegespräch in Innsbruck am Mittwoch entschlossen. Zudem werde die FPÖ mit keiner Partei, die Asyl- und Sozialmissbrauch betreibe, die inländerfeindlich sei wie die Grünen, in eine Koalition treten. Das Antreten von Alois Wechselberger mit seiner "Liste Tirol" und die mögliche Kandidatur von Willi Tilg ("Mir freien Tiroler") "sind alles verlorene Stimmen."

"Wir werden keine linkslinken Gruppierungen, wie es die Grünen mit der KPÖ gemacht haben, unterstützen", sagte der FP-Spitzenkandidat. Die Freiheitlichen werden weiterhin eine starke Kontrollpartei sein, um die "linken" Geschäfte im Tiroler Landtag zu verhindern.

"Pleiten, Betrug und BAWAG"

Hauser stellte zudem die Aussage von dem neu in die ÖVP-Kandidaturliste aufgenommenen Fußballschiedsrichters Konrad Plautz über das "4:1"-Ergebnis bei den Wahlen richtig. Das "4:1" bedeute, dass alle Parteien, von Schwarz über Rot bis Grün inklusive Dinkhauser, gegen die FPÖ seien. "In den entscheidenden Fragen, wie EU-Diktat, den Aufbau von Parallelgesellschaften und Heimatbewusstsein, stehen wir alleine da", sagte Hauser.

Bei der Pressekonferenz stellte der FPÖ-Abgeordnete und Vorsitzende des parlamentarischen Banken-Untersuchungsausschusses, Martin Graf, sein Anfang April erschienenes Buch "Pleiten, Betrug und BAWAG" vor. "Rot-Schwarz haben sich über Jahre hinweg ein Finanzgeflecht aufgebaut und schamlos aus diesem Finanztopf Gebrauch gemacht", äußerte sich Gerald Hauser dazu. (APA)