Wien - Schlechte Nachricht für Verbund-Boss Michael Pistauer, 64: Er wäre sehr gerne noch für zwei Jahre an der Spitze des Stromkonzerns geblieben. Aber diese Woche teilten ihm Wirtschaftsminister Bartenstein und das Präsidium des Aufsichtsrates mit, dass sein Ende des Jahres auslaufender Vertrag definitiv nicht mehr verlängert wird. Das berichtet das Magazin "Format" unter Berufung auf Politkreise in seiner Donnerstag-Ausgabe. Begründet wird der Schritt mit dem Wunsch nach einem Generationensprung. Laut "Format" spielt aber auch mit, dass die ÖVP, die bei der Spitzenposition des mehrheitlich staatlichen Stromerzeugers entscheidend mitredet, eine Lösung für fünf Jahre haben will - weil nicht absehbar ist, wie die politische Konstellation in zwei Jahren aussieht. Fix ist ebenfalls, dass Verbund-Vorstand Hannes Sereinig (SPÖ) verlängert wird und dass niemand aus dem aktuellen Vorstand Pistauer nachfolgen wird: auch nicht Ulrike Baumgartner-Gabitzer, die von Teilen der ÖVP forciert wird, besonders von Ex-Kanzler Schüssel. Der neue Verbund-Boss wird definitiv von außen kommen, schreibt "Format". Chancen hätten Leo Windtner (Energie AG OÖ) und Bruno Wallnöfer (Tiwag), wobei offen ist, ob sie sich bewerben. Gute Aussichten soll auch ein Auslandsösterreicher haben, der zurückkommen möchte. Die Bewerbungsfrist für den Top-Job endet Mitte Mai. (red)