Innsbruck - Austauschen müsse man jene politisch tätigen Leute in Tirol, die nicht mehr gewählt werden, forderte der mit seiner Liste "Bürgerforum Tirol" bei der Landtagswahl antretende Fritz Dinkhauser am Samstag in Innsbruck. Es müsse zu denken geben, dass die Wahlbeteiligung 2003 nur 60 Prozent betragen habe, sagte der (Noch-)AK-Präsident in einer Pressekonferenz. Der 68-jährige Spitzenkandidat stellte auch einige seiner Kandidaten für den 8. Juni vor.

"Die Demokratie darf nicht der Spielball der Politik sein", erklärte Dinkhauser: "Wir werden das Land umkehren, wir werden es demokratischer machen. Jeder Einzelne soll zählen, nicht nur einige wenige." Tirol brauche eine offenere Politik, ein gerechteres Verteilen, verlangte der AK-Präsident in Bezug auf die in Tirol österreichweit höchsten Lebenshaltungskosten und die vergleichweise niedrigen Löhne.

"Überraschungen"

Mit aller Kraft verhindern will Dinkhauser den im Wahlkreis Innsbruck-Land kandidierenden Landesrat und Bauernbundchef Anton Steixner (ÖVP) als Landeshauptmann. "Der steht schon in den Startlöchern", sagte Dinkhauser. Er selbst sei zwar kein Feind der Bauern, aber ein kritischer Beobachter des Bauernbundes.

Als "sehr, sehr schwierig in dieser kurzen Zeit" bezeichnete es Dinkhauser, die nötigten Unterschriften für das Antreten seiner Liste zu sammeln. 940 habe er, benötigt hätte er landesweit 630.

Neun "Bürgerforums"-Kandidaten, darunter ein Primar, ein Schauspielschüler, ein Oberstleutnant, eine Vorsitzende des Bildungsausschusses und ein Bürgermeister präsentierten in der Pressekonferenz sich und ihre Ambitionen. Bis spätestens 15. Mai will Dinkhauser die Landesliste mit noch einigen "Überraschungen" präsentieren. (APA)