Die EURO rollt schon längst durchs Land, auch wenn sie erst in gut einem Monat angepfiffen wird. 18 Lokomotiven haben die ÖBB dem Thema gewidmet, 16 sind in den Farben der Teilnehmerländer gestrichen. Von Nummer 17 lachen geschminkte Kindergesichter, die 18 fährt im UEFA-Look. Allesamt sind es Taurus-Loks, den ÖBB zufolge Sinnbild für Kraft, Eleganz und Leistung.

Die Umfärbungen beanspruchen selbstredend nur einen ganz geringen Teil jener acht Millionen Euro an Zusatzkosten, mit denen die ÖBB für die Europameisterschaft kalkulieren. Die Belastung wird insofern erträglich sein, als 6,5 Millionen unter dem Titel "Förderung des Personennahverkehrs" extra für 2008 vom Bund kommen. An Matchtagen und bis Mittag des Folgetages fahren Stadionkarten-Besitzer übrigens überall gratis.

Die Bundesbahnen stellen sich auf 1,5 bis zwei Millionen zusätzliche Reisende während des Events ein. Möglichst viele sollen auf Schiene sein, weshalb insgesamt 2,3 Millionen zusätzliche Sitzplätze angeboten werden - in rund 2000 Zügen und 230 Bussen.

Mehr Plätze

Die Taktverdichtung bringt alleine in Wien 53.000 Plätze mehr pro Tag, an Spieltagen gar 90.000. Zu vergleichen sei das, sagt Josef Halbmayr, Vorstandsdirektor der ÖBB-Personenverkehrs AG, nur mit den Einsätzen zum Jahreswechsel. "Während der EURO wird es 23 Tage lang Silvester geben."

Nur trockener, weil es weder in den Speisewagen noch beim mobilen Bordservice während der Europameisterschaft Alkohol zu kaufen gibt. Ein generelles Alkoholverbot kommt aber mangels Exekutierbarkeit sicher nicht. (red)