Wien - Der in Wien ansässige europäische Kunststoffhersteller Borealis, an dem die OMV mit 36 Prozent beteiligt ist, hat seinen Nettogewinn im ersten Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahresquartals um 15 Prozent auf 130 Mio. Euro gesteigert. Die Nettoverschuldung erhöhte sich im Quartal um 194 Mio. Euro, die Verschuldungsquote stieg gegenüber dem Vorquartal von 27 auf 36 Prozent, hieß es am Dienstag in einem Pressegespräch in Wien. Der Umsatz betrug im 1. Quartal 1,696 Mrd. Euro, nach 1,610 Mrd. Euro im Vorquartal bzw. 1,481 Mrd. Euro vor einem Jahr.

Dieses Quartalsergebnis habe durch Wachstum in den Marktsegmenten Infrastruktur, Automobil und hochwertige Verpackungen sowie durch positive Beiträge des neuen Geschäftsbereichs Basischemikalien und von Borouge, dem Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company, erreicht werden können.

Ausbau im Mittleren Osten

Während des Quartals wurden Pläne bekanntgegeben, die Produktionsanlagen im Mittleren Osten weiter auszubauen. Das erste Vorhaben betrifft die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit der International Petroleum Investment Company (IPIC) und dem Abu Dhabi Investment Council für den Bau einer neuen Chemikalienindustriestadt (Chemicals Industrial City) in Abu Dhabi, Vereinte Arabische Emirate.

Des weiteren wurde eine Machbarkeitsstudie für einen weiteren Ausbau von Borouge angekündigt, um die Kapazität ab 2014 um zusätzliche 2,5 Millionen Tonnen Polyolefine pro Jahr auszuweiten.

Der Ausbau der 350,000-Tonnen/Jahr-LDPE-Anlage in Schweden, der bisher größten Investition von Borealis in Europa, schreitet den Angaben zufolge planmäßig voran und wird ab 2009 den wachsenden Markt für Strom- und Übertragungskabel versorgen.

"Wir haben im ersten Quartal ein solides Finanzergebnis erreicht", teilte Vorstandsvorsitzender Mark Garrett mit. "Wir bereiten uns intensiv auf zunehmende Marktschwankungen vor, konzentrieren uns aber weiterhin auf unsere langfristige Wachstumsstrategie." (APA)