Kaufentscheidungen im Internet

Grafik: Draftfcb Kobza

Werbeformen, die am ehesten beobachtet werden

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Infoquellen für Kaufentscheidungen

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"Das Internet kann alles entscheiden und (Kauf-) Vorentscheidungen werden im Internet getroffen": Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Trend-Studie der Werbeagentur Draftfcb Kobza, durchgeführt vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Karmasin. Die Untersuchung basiert auf einer Online-Umfrage von 515 Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren und soll "neue Ansatzpunkte für Hersteller, Agenturen und Marketingsverantwortliche liefern", heißt es.

"Tomorrow´s Clients haben ein breites Feld an unerfüllten Sehnsüchten, es öffnet sich daher ein großes Potenzial für Marketing und Werbung", meinen Alice Nilsson von Draftfcb Kobza und Motivforscherin Sophie Karmasin. "Jugendliche analysieren Produkte und Marken sehr genau, bevor sie zugreifen. Marken müssen heute einen Mehrwert liefern, fehlt dieser, greift diese Zielgruppe eher zum billigeren Produkt", so Nilsson.

86% nutzen das Internet täglich

Internet, Handy, Fernsehen und Gratiszeitungen dominieren den Alltag der "Tomorrow´s Clients". 86% der jungen Konsumenten nutzen mindestens 1x täglich das Internet, 71% sitzen täglich vor dem Fernseher, während 38% täglich eine Tageszeitung in die Hand nehmen. 91% der Befragten nutzen das Internet bevor sie sich für einen Kauf entscheiden, berichtet Motivforscherin Karmasin.

Nur 12% der Befragten hören bei Kaufentscheidungen ausschließlich auf sich selbst. Der Rest gibt offen zu, sich von diversen Kanälen beeinflussen zu lassen. 73 Prozent hören zum Beispiel auf die Empfehlung von Freunden, 49% informieren sich auf Herstellerseiten im Internet und 29% gaben an, sich von Werbung leiten zu lassen. "Konsumentscheidungen sind also in hohem Masse beeinflussbar", heißt es in der Studie.

Werbeformen

78 Prozent der Befragten meinen, dass sie Fernsehen als Werbeform am ehesten beobachten, für 52% ist es das Internet und für 45% die Zeitung. "Marken müssen einen Mehrwert liefern und sich im neuen Medienszenario – vor allem im Internet - homogen präsentieren, sonst haben sie bei Tomorrow´s Clients keine Chance", so die Autoren. Die Kunden wollen eine "Multi Channel Ansprache" - ein integrierter Kampagnenauftritt sei daher Pflicht. (red)