China schließt die Zensur von Internet-Seiten für die Zeit der Olympischen Spiele nicht aus. "Ich habe keine klaren Informationen, welche Seiten geschlossen oder überwacht werden", sagte Technologieminister Wan Gang am Donnerstag. "Aber um die Jugend zu schützen, müssen einige ungesunde Internetseiten kontrolliert werden." Das werde in jedem Land so gemacht. Menschenrechtsgruppen kritisieren indes seit langem, dass die Behörden auch den Zugang zu Informationen sperren, die sie für politisch brisant halten. Problematisch Zudem erklärten die Behörden, die Produktpiraterie mit Olympia-Symbolen nicht völlig eindämmen zu können. In den Straßen Pekings werden Hemden, T-Shirts, Mützen und andere Güter mit den offiziellen Olympia-Logos verkauft, ohne dass die Waren dafür lizenziert wurden. Im vergangene Jahr verhängten die Behörden nach eigenen Angaben Strafen in Höhe von rund 143.000 Dollar wegen Produktpiraterie. Der Kampf dagegen könne aber nicht völlig gewonnen werden, sagte ein Beamter. (APA/Reuters)