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Die Bank hatte im ersten Quartal erneut einen schweren Milliardenverlust erlitten und streicht derzeit bereits Tausende Stellen.

Foto: AP/Altaffer
New York - Die von der Kreditkrise massiv belastete US-Großbank Citigroup will sich laut Medien von Konzernteilen im Wert von bis zu 400 Mrd. US-Dollar (261 Mrd. Euro) trennen. Das wäre ein Fünftel aller Vermögenswerte des größten US-Finanzkonzerns. Die Kosten sollen zudem wie geplant um 20 Prozent gesenkt werden, berichtete die "Financial Times" am Freitag. Der seit fünf Monaten amtierende Konzernchef Vikram Pandit will seine Pläne für den Umbau an diesem Freitag vor Investoren in New York verkünden. Auf dem Prüfstand steht bisher auch die zum Konzern gehörende Citibank in Deutschland.

Noch radikaleren Forderungen nach einer völligen Aufspaltung des größten US-Finanzkonzerns werde Pandit aber eine Absage erteilen, hieß es weiter unter Berufung auf Insider. Die Citigroup ist nach zahlreichen Fusionen und Übernahmen ein riesiger, in so gut wie allen Bereichen tätiger Finanzsupermarkt. Kritiker halten den Konzern wegen der Größe für nicht mehr erfolgreich führbar.

Milliardenverlust

Die Bank hatte im ersten Quartal erneut einen schweren Milliardenverlust erlitten und streicht derzeit bereits Tausende Stellen. Ihre Abschreibungen und Werteinbußen wegen der Krise addieren sich auf mittlerweile rund 40 Mrd. Dollar. Im Gegenzug verschaffte sich die Bank etwa ebenso viel dringend benötigtes frisches Kapital. Pandit hatte den Chefsessel im Dezember übernommen, nachdem Vorgänger Charles Prince wegen der Probleme zurückgetreten war.

Weltweit haben Banken bisher mehr als 300 Mrd. Dollar wegen der Kreditkrise an Abschreibungen oder Wertkorrekturen vorgenommen. In Europa traf es die Schweizer UBS am schwersten, aber auch die Deutsche Bank rutschte zum Jahresauftakt erstmals seit fünf Jahren in die roten Zahlen. (APA/dpa)