Berlin - Der gebürtige Österreicher Herbert Lochs (61), Direktor der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie der Berliner Charite, wurde nun mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet. Die Ehrung wurde dem ehemals am Wiener AKH tätigen Mediziner von Botschafter Christian Prosl in Berlin überreicht.

Der 1946 in Innsbruck geborene Lochs war nach der deutschen Wiedervereinigung - aus den USA kommend - an die renommierte Charite in Berlin gekommen, eine der größten und traditionsreichsten Universitätskliniken Europas. Dort spielte der langjährige Präsident und derzeitige Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin in der kompletten Neustrukturierung sowie in der medizinischen deutsch-deutschen Wiedervereinigung eine zentrale Rolle. Auch verhalf Lochs der patientenorientierten Wiener Medizinischen Schule in Berlin zu Anerkennung.

Vorlesungen

Um die Ethik in der Medizin zur Geltung zu bringen und die Medizin soziologisch zu beleuchten, gründete er die Serie öffentlicher Weihnachtsvorlesungen an der Charite mit höchstrangigen Referenten.

Lochs machte sich mit rund 300 wissenschaftlichen Publikationen als Gastroenterologe, Hepatologe und Endokrinologe einen vielfach ausgezeichneten Namen und trug zur Popularisierung seiner Fachgebiete bei. Ferner engagierte er sich als langjähriger Präsident des "Austria Club" in Berlin um die Auslandsösterreicher. (APA)