Stockholm/Vilnius - Fünf EU-Außenminister reisen heute (Montag) als eine Art Krisenfeuerwehr nach Tiflis, um eine drohende Eskalation des Konflikts zwischen Georgien und Russland über die nach Unabhängigkeit strebende georgische Provinz Abchasien zu verhindern. Neben dem schwedischen Außenminister Carl Bildt werden der slowenische EU-Ratsvorsitzende, Außenminister Dimitrij Rupel sowie die Chefdiplomaten Polens, Litauens und Lettlands in der georgischen Hauptstadt erwartet. In Georgien finden am 21. Mai Parlamentswahlen statt.Rupel reiste - ebenso wie Bildt und der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski - am Sonntag zunächst nach Vilnius, wo es gelang, Litauen zur Aufgabe seines Vetos gegen die Aufnahme von Verhandlungen mit Moskau über ein neues Partnerschaftsabkommen EU-Russland zu bewegen. Der lettische Außenminister Maris Riekstins reist indes separat nach Georgien an. An den Gesprächen in Tiflis soll außerdem ein hoher US-Regierungsvertreter teilnehmen. (APA)