Mailand - Die italienische Großbank Intesa SanPaolo kämpft weiter mit den Folgen der weltweiten Finanzmarktkrise. Im ersten Quartal verzeichnete das Institut einen kräftigen Gewinneinbruch. Unter dem Strich sei ein Überschuss von 1,75 Mrd. Euro erwirtschaftet worden, nach 3,97 Mrd. Euro ein Jahr zuvor, teilte die Bank am Dienstag Nachmittag in Mailand mit.

Analysten hatten im Schnitt mit 2,577 Mrd. Euro gerechnet.

Grund für den Einbruch sei vor allem das schwache Handelsergebnis, das wegen der Finanzkrise von 454 auf 25 Mio. Euro zusammenschmolz. Zudem drückten Abschreibungen und andere Belastungen auf strukturierte Produkte im Auftaktquartal mit 120 Mio. Euro auf das Ergebnis.

Das Handelsgeschäft sei nach dem Verlust in dem Bereich im Vorquartal aber in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt, hieß es in einer Mitteilung der Bank. Im Schlussquartal 2007 hatten Abschreibungen von 380 Mio. Euro für einen Handelsverlust von 49 Mio. Euro gesorgt.

Der Zinsüberschuss legte im Auftaktquartal dagegen um 11 Prozent auf 2,823 Mrd. Euro zu. Der Provisionsüberschuss ging jedoch um 4,4 Prozent auf 1,602 Mrd. Euro zurück, die Gesamterträge schmolzen um 5,1 Prozent auf 4,648 Mrd. Euro.

Mit einer Erholung des Geschäfts rechnet die Bank erst im zweiten Halbjahr. Die negativen Effekte der Subprime-Krise dürften sich dann abschwächen und die Erträge wieder wachsen lassen, hieß es. (APA/dpa/dpa-afx)