Die AUA wirft dem saudischen Investor Al Jaber Vertragsbruch vor, der sagt, er sei von der AUA und der ÖIAG hinters Licht geführt worden. Wirtschaftspolitik einer großen Koalition. Crashes dieser Art können passieren und passieren auch laufend in der großen Welt da draußen. Siehe den geplatzten Kauf der Alitalia durch die Air France, der am Widerstand der Gewerkschaften scheiterte. Berlusconi will nun die Aeroflot als Investor für die italienische Staatslinie gewinnen. Daneben nehmen sich die Leistungen unserer Regierungen erträglich aus. Dennoch ist die AUA-Sache von der Regierung vermurkst worden. Der AUA-Chef und der ÖIAG-Chef wurden von den Schwarzen eingesetzt, der Auftrag, die AUA unbedingt österreichisch zu halten und nicht an den deutschen großen Bruder zu verkaufen, stammt überwiegend von der SPÖ. Ein an sich diskutierbarer politischer Auftrag, mit untauglichen Mitteln und Personen umgesetzt. Gusenbauer und Molterer haben hier als nationale Wirtschaftspolitiker zunächst einmal versagt. Die "Lösung" mit dem Saudi wirkte immer schon wie eine Notlösung. Wissen Gusenbauer und Molterer noch eine andere? (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.5.2008)