Paris - Ein Pariser Gericht hat am Mittwoch sieben Männer zu Gefängnisstrafen bis zu sieben Jahren verurteilt, die wegen Rekrutierungsversuchen von Kämpfern für den Irak angeklagt waren. Ihnen wurde eine "kriminelle Verbindung mit einer terroristischen Unternehmung" vorgeworfen. Die Verurteilten haben eine formelle Verbindung zu einem Rekrutierungsnetzwerk bestritten.

Fünf der Männer sind Franzosen, die beiden anderen Algerier. Die mutmaßlichen Anführer der Gruppe wurden zu sieben Jahren Haft verurteilt. Drei Angeklagte erhielten drei Jahre, davon 18 Monate auf Bewährung. Wegen ihrer Zeit in Untersuchungshaft müssen sie aber nicht wieder hinter Gitter.

Laut Anklage reisten über den Schleuserring ab 2004 mindestens ein Dutzend Franzosen und Ausländer aus nordafrikanischen Ländern mit Wohnsitz im Norden von Paris zum Kampf gegen die US-Armee in den Irak. Drei starben dort, einer von ihnen bei einem Selbstmordanschlag. Ein Teil der Beschuldigten wurde im Irak oder Syrien festgenommen. Die Verteidigung hatte in ihrem Plädoyer den Vorwurf des Terrorismus als "Fantasiegespinst" und "Science Fiction" zurückgewiesen. (APA/AP)