Wien - Beim neuen Architektenwettbewerb für die BahnhofCity der ÖBB am Wiener Hauptbahnhof soll die Entscheidung im Frühjahr 2009 vorliegen. Gestartet wird das EU-weite offene Verfahren im kommenden Herbst, sagte Norbert Steiner von der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH am Mittwoch. Die Investitionskosten für das Projekt werden (ohne Grundstücks- und Finanzierungskosten) 150 bis 170 Mio. Euro betragen.

Trotz der Verzögerung - der ursprüngliche geladene Wettbewerb war vom Bundesvergabeamt gekippt worden - soll das Immobilienprojekt am Südtirolerplatz zusammen mit dem Bahnhof Ende 2013 fertig sein, erklärte Steiner in der Wiener Technischen Universität. Dort wird noch bis Freitag in einer Ausstellung die Umweltverträglichkeitsprüfung für das Gesamtareal präsentiert. Die Umweltbescheide für Bahninfrastruktur, Städte- und Straßenbau sollen im November 2008 vorliegen.

Auch weitere Details zu den Projekten rund um den Bahnhof wurden bekannt: So ist es nun nicht mehr klar, ob die ÖBB-Holding tatsächlich in den geplanten 100-Meter-Büroturm einziehen wird. Gewünscht habe sich das vor allem der scheidende Bahnchef Martin Huber, erklärten Steiner sowie Hauptbahnhof-Gesamtprojektleiter Karl-Johann Hartig gegenüber der APA. Mit der neuen Führung - und angesichts der von der Immobilienmanagement GmbH erwarteten Miete - sei nun alles wieder offen.

Weiterhin nicht entschieden ist auch, ob ein Cable-Liner oder ein ähnliches Transportmittel das neue Stadtgebiet erschließen und die beiden U-Bahn-Linien (U1 beim Südtirolerplatz, U2 künftig bei der Gudrunstraße) verbinden wird. Möglich sei es, so Hartig unter Berufung auf eine Machbarkeitsstudie. "Sicher ist, es wird nicht gerade billig", sagte er ohne Nennung konkreter Summen. (APA)