Nürnberg - Das größte deutsche Marktforschungsinstitut GfK hat im ersten Quartal 2008 einen Ergebnisrückgang verbucht. Das operative Ergebnis sank gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,5 Prozent auf 23,0 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Nürnberg mit. Der Umsatz stieg beeinflusst durch negative Währungseffekte nur um 2,6 Prozent auf 268,1 Mio. Euro. Das organische Wachstum habe bei 5,1 Prozent gelegen, berichtete die GfK.

Für die angestrebte Fusion mit dem britischen Marktforschungsunternehmen Taylor Nelson Sofres (TNS) erwartet der Vorstand nach dem positiven Signal des GfK-Vereins als Hauptaktionär auch eine "breite Unterstützung der freien Aktionäre". Die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen. GfK und TNS wollen mit ihrem Zusammenschluss das zweitgrößte Marktforschungsinstitut der Welt formen. Für das Gesamtjahr erwartet die GFK ein organisches Umsatzwachstum von mehr als 5,5 Prozent.

Beim Ergebnis machten sich die "gedämpften" Marktforschungsbudgets in der Pharmaindustrie bemerkbar, berichtete die GfK-Gruppe. Dies habe vor allem bei den britischen und den US-Geschäftseinheiten zu einer verhaltenen Ergebnisentwicklung geführt. Die Regionen Zentral- und Osteuropa, Asien und Pazifik sowie Lateinamerika entwickelten sich hingegen positiv.(APA/dpa)