Linz - Die IFN-Holding AG mit Sitz in Traun bei Linz - bekannt vor allem für die Marke "Internorm" - hat im vergangenen Jahr wirtschaftlichen Gegenwind kompensieren können und mit seinen insgesamt zirka 2.500 Mitarbeitern den konsolidierten Umsatz um 10 auf 267 Mio. Euro gesteigert, das EGT von 3,2 auf 4,3 Mio. Euro. Das teilten die Vorstände Christian Klinger und Eduard Filzmoser des zu 100 Prozent in Familienbesitz stehenden Unternehmens am Freitag in Linz mit.

Das Internationale Fensternetzwerk (IFN) habe im abgelaufenen Jahr mit einer durch Mehrwertsteuer-Erhöhung und Streichung einer Förderung für Hausbauer schlechten Marktsituation im wichtigen Exportland Deutschland, steigenden Energie- sowie Materialpreisen für Stahl und Glas, steigenden Zinskosten und verschlechterten Währungsparitäten, zu kämpfen gehabt. Allein der zum Euro gesunkene Schweizer Franken - ein wichtiger Exportmarkt - habe 1,5 bis 2 Mio. Euro gekostet, rechneten die IFN-Vorstände vor. Das sei aber insgesamt durch einen starken Marktauftritt kompensiert worden.

Ausbau

Ausgebaut worden sei das IFN im Vorjahr durch die gemeinsam mit der Oberbank erfolgte Übernahme der Schlotterer Rollladensysteme GmbH mit Sitz in Adnet (Tennengau) in Salzburg, einem der führenden österreichischen Anbieter für Sonnen- und Wetterschutzprodukte und Marktführer bei Rollläden. Damit habe das Angebot der Gruppe komplettiert werden können. Schlotterer setzte im Vorjahr 27,2 Mio. Euro um, heuer sollen die 30 Mio. überschritten werden.

Die IFN-Holding will heuer seinen konsolidierten Umsatz auf an die 300 Mio. Euro, unter Berücksichtigung von Schlotterer und der Beteiligung am Fassadenbauer GIG in Attnang-Puchheim auf nahezu 400 Mio. Euro steigern. Ihren Optimismus begründeten die Vorstände mit einem "sehr starken Frühjahr". So seien im ersten Quartal 2008 die Umsätze bei Internorm um 25 Prozent, beim Fensterhersteller HSE in der Slowakei um 88 Prozent und bei Schlotterer um 16 über dem Vorjahreswert gelegen. Die Exportsteigerung bei GIG und Internorm - neuer Absatz nahe Moskau, in Rumänien, Dänemark Schweden, Großbritannien und Irland - gehe "fast zu schnell".

"Die Saat geht auf"

"Die Saat geht auf", argumentierten die Firmensprecher im Hinblick etwa auf die Verwendung hochdämmender Fenster. Begünstigt durch die wachsenden Heizmaterialkosten und eine steigende Inflation befinde man sich derzeit in einer Phase, wo Private gerne in langfristige Konsumgüter investieren. IFN steckt heuer 6,4 Mio. Euro in eine neue Isolierglasanlage inklusive Gebäude in Traun und eine Modernisierung der Isolierglasanlage in Sarleinsbach. Die steigenden Transportkosten spüre IFN vorläufig nicht, weil der Ferntransport hauptsächlich in Containern auf der Schiene erfolge. In Zukunft werde aber wohl eine dezentrale Produktion erforderlich sein, Pläne dafür gebe es vorerst nicht. (APA)